Modernisierung

Die Modernisierung Ihrer Immobilie in Erfurt – darauf müssen Sie achten

Möchten Sie Ihre Immobilie in Erfurt modernisieren, also gibt es einiges zu beachten. Zum einen gibt es gesetzliche Vorgaben, die Sie bei den Modernisierungen befolgen müssen. Zum anderen gibt es empfohlene Zeiträume, in denen sie bestimmte Modernisierungsarbeiten erledigen sollten, um für einen Werterhalt und eine Wertsteigerung Ihrer Immobilie sorgen.

Werden keinerlei Modernisierungsarbeiten an der Immobilie in Erfurt durchgeführt, kann es im schlimmsten Fall zu einem Sanierungsstau kommen, der den Wert Ihrer Immobilie beträchtlich senken kann.

Lesen Sie daher hier, zu welchen Modernisierungsarbeiten Sie unter Umständen verpflichtet sind, welche Modernisierungsarbeiten zur Werterhaltung und Wertsteigerung Ihrer Immobilie beitragen und was die Unterschiede zwischen Modernisierung, Sanierung und Renovierung sind.

Sanierung, Modernisierung und Renovierung

Vor allem die Begriffe Sanierung und Modernisierung werden oft synonym genutzt, es handelt sich jedoch um zwei unterschiedliche Maßnahmen.

Während Modernisierungsarbeiten den Wert der Immobilie erhöhen sollen, indem die Ausstattung der Immobilie zeitgemäß erneuert und auf einen modernen Stand gebracht wird, werden Sanierungsarbeiten notwendig, um die Funktion einer Immobilie wiederherzustellen. Renovierungsarbeiten schließlich sind Verschönerungsarbeiten an der Immobilie, die nicht unbedingt notwendig sind, aber für ein besseres Wohngefühl sorgen. 
Zu den typischen Renovierungsarbeiten gehören beispielsweise

  • frische Anstriche innen und außen
  • neue Tapeten
  • die Erneuerung von Bodenbelägen

Zu den Sanierungsarbeiten gehören unter anderem

  • die Reparatur oder Erneuerung eines undichten Daches
  • die Beseitigung von Schimmel und anderen Wasserschäden
  • eine Kernsanierung

Als Modernisierungsarbeiten hingegen werden all die Arbeiten bezeichnet, die die Immobilie auf einen zeitgemäßen und modernen Stand bringen. Dazu gehören unter anderem

  • Dämmarbeiten an Dach und Fassade
  • der Einbau moderner Fenster
  • die Erneuerung der Heizungsanlage
  • die Erneuerung der Wasser oder Elektro Verlegung

Oftmals werden diese Maßnahmen zwar als energetische Sanierungen bezeichnet, doch meistens handelt es sich dabei um Modernisierungsarbeiten.

Welche Modernisierungsarbeiten sind gesetzlich vorgeschrieben?

Bei den Modernisierungsarbeiten gibt es einige, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Sie betreffen insbesondere den Energieverbrauch und den Brandschutz. Gemäß der Energieeinsparverordnung von 2014 EnEV 2014 müssen Immobilienbesitzer beispielsweise folgende Modernisierungsarbeiten vornehmen lassen

  • veraltete Heizungsanlagen müssen erneuert werden. Heizungsanlagen, die vor 1985 eingebaut worden sind, dürfen bereits seit 2015 nicht mehr betrieben werden. Alle Heizungsanlagen in die nach dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden, müssen mit wenigen Ausnahmen nach 30 Jahren ausgetauscht werden
  • Hauseigentümer müssen das Dach oder die oberste Geschossdecke so dämmen, dass die Dämmung einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,24 nicht überschreitet
  • Heizungs- und Warmwasserleitungen in ungeheizten Kellerräumen müssen gedämmt werden

Diese Vorschriften gelten für Ein- und Zweifamilienhäuser, jedoch nur dann, wenn sie nach dem 1. Februar 2000 ihren Besitzer gewechselt haben. Eigentümer, die schon länger in der Immobilie wohnen, müssen die Arbeiten nicht durchführen lassen.

Darüber hinaus gibt es viele Vorgaben der EnEV, die beachtet werden müssen, wenn die Fassade neu gedämmt wird und auch die Brandschutzvorgaben, die vor allem in Mietshäusern eingehalten werden müssen, zählen zu den gesetzlich vorgeschriebenen Modernisierungen.

Welche weiteren Modernisierungsmaßnahmen sind ratsam?

Neben den gesetzlich vorgeschrieben Modernisierungsarbeiten im Hinblick auf in die Energieeinsparung und den Brandschutz gibt es viele weitere Arbeiten, die Immobilienbesitzer durchführen lassen sollten, um den Wert Ihrer Immobilie zu steigern.

Dazu gehören insbesondere wertsteigernde Maßnahmen wie beispielsweise der Einbau moderner Fenster oder aber die Modernisierung des Badezimmers so wie die zeitgemäße Erneuerung der Wasserverlegung und der Elektroverlegung.

Auch bei diesen Arbeiten ist ein deutlicher Unterschied zwischen Modernisierungsarbeiten und Sanierungsarbeiten zu beachten.

Werden an vermieteten Objekten Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen, können diese bis zu einem gewissen Prozentsatz auf den Mieter umgelegt werden. Die Durchführung von Sanierungsarbeiten hingegen, die zu einer Wertsteigerung der Immobilie führen, berechtigt den Vermieter nicht zu einer Umlage auf die Mieter, stattdessen müssen nach einer Sanierung komplett neue Mietverträge geschlossen werden.

Eine bevorstehende Sanierung führt daher oftmals zu einer Kündigung, während die bloße Durchführung von Modernisierungsarbeiten zwar eine Mieterhöhung gerechtfertigt, aber keine Kündigung des Mietverhältnisses.ModernisierungModernisierung

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