sanierung-immobilie-erfurt

Die Sanierung einer Immobilie

Über kurz oder lang muss jede Immobilie saniert werden, damit es nicht zu einer Wertminderung kommt. Hier erfahren Sie, was Sie dabei beachten müssen und wie Sie die Sanierung am besten finanzieren können.

Warten Sie mit den Sanierungen nicht zu lange

Eine Immobilie muss regelmäßig saniert werden, damit sie nicht an Wert verliert und damit keine Sanierungsstaus auftreten. Dabei gibt es für einige Sanierungsarbeiten empfohlene Intervalle ähnlich wie bei der Wartung und Instandhaltung des Autos, andere Sanierungsarbeiten sollten je nach Bedarf erledigt werden.

  • etwa alle 25 Jahre sollten Sie das Dach neu decken lassen
  • etwa alle 20 Jahre sollten die Wasserrohre/-leitungen überprüft werden und gegebenenfalls  erneuert werden. Das beugt unter anderem dem Risiko folgenreicher Wasserrohrbrüche vor
  • etwa alle 30 – 50 Jahre sollten die elektrischen Leitungen erneuert, Schalter und Steckdosen sollten alle 20 – 40 Jahre erneuert werden
  • energetische Sanierungsarbeiten wie Dach- oder Fassadendämmung, Fensteraustausch, Erneuerung der Heizungsanlage und Heizkörper sollten nach Bedarf erfolgen, um die Immobilie immer auf einem energetisch sinnvollen und modernen Stand zu halten
  • etwa alle 20 Jahre sollten Sie das Bad modernisieren lassen
  • Renovierungsarbeiten wie Streichen, Tapezieren oder Erneuern der Bodenbeläge sollten regelmäßig und nach Bedarf vorgenommen werden

Halten Sie sich an diese Richtwerte, entspricht Ihre Immobilie immer den zeitgemäßen und modernen Ansprüchen und Sie beugen teuren Sanierungs- und Renovierungsstaus vor. Außerdem senken Sie durch die regelmäßig ausgeführten Wartungs- und Sanierungsarbeiten das Risiko, dass teure und unerwartete Reparaturkosten auf Sie zukommen.

Wie lassen sich die notwendigen Sanierungsarbeiten am besten finanzieren?

Sanierungsarbeiten kosten natürlich Geld und nicht immer ist dieses Geld ohne weiteres vorhanden. Viele Immobilienbesitzer nehmen daher für die Sanierung des Eigenheims einen Kredit auf. Alternativ können Sie auch eine Rücklage bilden.

Finanzierung über Kredit

Für die Sanierung, Renovierung oder Modernisierung des Eigenheims bietet sich vor allem ein sogenannter Wohnkredit an.

Dieser zweckgebundene Kredit wird von den Banken zu günstigen Konditionen an Immobilienbesitzer vergeben, die Ihre Immobilie sanieren, renovieren oder modernisieren möchten. Vier- bis fünfstellige Beträge können über einen solchen Wohnkredit aufgenommen werden, eine Besicherung durch eine Grundschuld ist in der Regel nicht erforderlich.

Diese Bedingungen müssen Sie erfüllen, um einen Wohnkredit zu erhalten:

  • Wohnsitz in Deutschland
  • Volljährig
  • gute Bonität
  • positive Schufa-Auskunft
  • Immobilieneigentümer

Alternativ können Sie auch einen normalen Ratenkredit bei der Bank aufnehmen. Vergleichen Sie am besten mehrere Angebote verschiedener Kreditinstitute, um das beste Angebot zu finden.
Dabei sollten Sie neben dem Zinssatz auch vergleichen, zu welchen Bedingungen eine Sondertilgung ermöglicht wird und ob beispielsweise die Option angeboten wird, die Ratenzahlungen für einige Monate auszusetzen. So bleiben Sie finanziell flexibler.

Bildung einer Rücklage

Kommt es nicht zu unerwarteten Schäden und Reparaturen, lassen sich notwendige Sanierungsarbeiten recht gut im Vorfeld planen. Bei einem Neubau oder einer Immobilie, die in einem guten Zustand ist, haben Sie in der Regel viele Jahre Zeit, bevor die ersten größeren Sanierungsarbeiten anstehen. Zeit genug also, um eine entsprechende Rücklage zu bilden.

Bewohnen Sie eine Eigentumswohnung, sind Sie gesetzlich verpflichtet, einen gewissen Betrag monatlich oder jährlich als Instandhaltungsrücklage zu zahlen, damit Sanierungs- und Wartungsarbeiten an gemeinschaftlich genutzten Teilen der Wohnanlage finanziert werden können. Dieses Prinzip können Sie sich auch für Ihren privaten Wohnraum zu Nutze machen. Dabei können Sie sich an folgende Werte halten:

  • Bei Bestandsimmobilien planen Sie mindestens 1,- € monatlich pro Quadratmeter Wohnfläche oder alternativ 1 % des Kaufpreises jährlich für die Bildung einer Instandhaltungsrücklage ein
  • Bei Neubauwohnungen planen Sie mindestens 0,5 € monatlich pro Quadratmeter Wohnfläche oder 0,5 % des Kaufpreises jährlich ein

So können Sie innerhalb von 10, 15 oder 20 Jahren eine größere Summe Geld ansparen. Stehen Sanierungsmaßnahmen an, können Sie dann flexibel entscheiden, ob Sie die Rücklage ganz oder teilweise für die Sanierung verwenden oder beispielsweise bei günstigem Zinssatz lieber einen Kredit aufnehmen.

Sanieren Sie günstiger mit Fördermitteln

Um noch günstiger zu sanieren, können Sie verschiedene Fördermittel beantragen.

Die KfW-Bank fördert beispielweise alle energetischen Sanierungsarbeiten sowie den Umbau zur Barrierefreiheit durch Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen.

Auch das Land Thüringen fördert unter gewissen Umständen die Sanierung von Wohneigentum durch zinsgünstige Darlehen.