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Ein Semi-Makler kann beim Immobilienverkauf viel Schaden anrichten

Wer seine Immobilie verkaufen möchte, der übergibt den Verkauf oft einem professionellen Makler.
Für den Kunden hat das viele Vorteile:

  • der Makler kennt den regionalen Immobilienmarkt
  • er kann einen realistischen, dem Marktwert entsprechenden Preis für die Immobilie ermitteln
  • er hat viel Erfahrung im Immobilienverkauf
  • er verfügt über ein Netzwerk an professionellen Kontakten und hat gute Vermarktungsmöglichkeiten
  • er nimmt dem Kunden viel Arbeit ab, zum Beispiel hinsichtlich der Hausbesichtigungen

Die Beauftragung eines professionellen Immobilienmaklers bringt für den Immobilienbesitzer also viele Vorteile.
Hüten muss man sich jedoch vor den sogenannten Semi-Maklern, denn sie können großen Schaden anrichten.

Was ist ein Semi-Makler?

Für die meisten Berufe in Deutschland gibt es eine geregelte Ausbildungsordnung. Sie setzen gewisse Standards, die betriebsübergreifend gültig sind und wer beispielsweise einen gelernten Handwerker engagiert, der weiß, dass dieser sein Handwerk entsprechend dieser Standards gelernt hat.
Für einige Berufe, und dazu gehört auch der Maklerberuf, gibt es jedoch keine spezifische Ausbildung und so tummeln sich in der Immobilienbranche Makler, die über keinerlei Fachwissen, keine Ausbildung und keine Erfahrung in diesem Beruf verfügen. Diese Makler werden gemeinhin als Semi-Makler bezeichnet und oft haben sie nicht viel mehr Kenntnis von der Materie als ihre Kunden.

So einfach wird man Immobilienmakler

Makler werden ist nicht schwer, Makler sein dagegen sehr, so könnte man einen bekannten Spruch abwandeln.
Alles, was es in Deutschland braucht, um den Beruf des Immobilienmaklers zu ergreifen, ist eine Maklererlaubnis nach §34c der Gewerbeverordnung.
Damit sie erteilt wird, muss der Antragsteller folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • er darf sich aktuell oder in der Vergangenheit nicht in einem Insolvenzverfahren befinden oder befunden haben
  • es dürfen keinerlei Vorstrafen aus den letzten fünf Jahren vorliegen
  • er darf sich in den letzten fünf Jahren nicht der Urkundenfälschung der Untreue, der Unterschlagung, des Betrugs, des Diebstahls, des Wuchers, der Erpressung, der Geldwäsche, der Hehlerei, des Wuchers oder eine Insolvenzstraftat schuldig gemacht haben

Wer im Hinblick auf den Umgang mit Finanzen also eine einigermaßen saubere Weste hat, der bekommt ohne Probleme eine Maklererlaubnis und kann sich ohne fachliche Qualifikation als Immobilienmakler betätigen. Die Tätigkeit dieser Semi-Makler besteht aufgrund falscher Vorstellungen vom Beruf des Maklers, aus mangelnder Erfahrung und aus Unkenntnis des regionalen und überregionalen Immobilienmarktes dann oft einzig darin, eine Immobilie anzupreisen und in der Hoffnung auf eine hohe Provision für viel Geld anzubieten.

Vor allem für den Verkäufer stellt der Semi-Makler ein großes Risiko dar

Der Semi-Makler kennt den regionalen Immobilienmarkt, die Preise und die Preisentwicklungen oft ebenso wenig wie sein Kunde. Entsprechend fällt es ihm schwer, einen marktwertangepassten realistischen Preis für eine Immobilie festzusetzen. Er möchte jedoch die Objekte in seiner Betreuung gern für einen hohen Verkaufspreis veräußern, denn schließlich richtet sich seine Provision nach dem Kaufpreis.
So ist er geneigt, den Fehler zu machen, den auch viele Immobilienbesitzer machen, die privat und ohne Makler verkaufen möchten: den Kaufpreis hoch ansetzen, denn heruntergehen kann man immer noch.
Das ist jedoch eine fatale Fehleinschätzung, denn Statistiken der Sparkassen zeigen, dass Immobilien, die 20 % über dem marktüblichen Wert angeboten werden, erst nach einer Vermarktungsdauer von über einem Jahr verkauft werden und das für nur 85 % des tatsächlichen Marktwerts.
Der Verkäufer bleibt hier also viel zu lange auf seiner Immobilie sitzen und bekommt hinterher weniger Geld dafür, als die Immobilie eigentlich wert ist.

Wenden Sie sich immer an einen seriösen und professionellen Makler

Wenn Sie einen Makler beauftragen, scheuen Sie sich daher nicht, seine Ausbildung und seine Erfahrung in der Immobilienbranche zu hinterfragen. Oftmals finden Sie entsprechende Angaben auf der Homepage und wenn dort nichts zu finden ist, fragen Sie im Zweifelsfall nach, bevor Sie den Auftrag vergeben. Stellen Sie auch sicher, dass der Makler den regionalen Markt kennt. Wollen Sie beispielsweise ein Haus verkaufen in Erfurt, sollten Sie einen Makler beauftragen, der mit dem dortigen Immobilienmarkt vertraut ist.

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