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Vermietung von Ferienimmobilien

Der Urlaub im Ferienhaus wird immer beliebter und auch Deutschland als Ferienland nimmt seit Jahren an Beliebtheit zu. Viele Urlauber fahren in die Berge oder an die deutschen Küsten anstatt in die Ferne zu schweifen und mieten sich dort ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung.

Wer eine Immobilie in einer touristisch attraktiven und interessanten Region besitzt oder erwägt, in eine Immobilie zu investieren, der denkt daher immer öfter auch über die Vermietung von Ferienimmobilien nach.

Was es dabei zu beachten gibt, wann es sich lohnt und ob eine Ferienimmobilie eine sichere Investition ist, erfahren Sie hier.

Selbstnutzung – ja oder nein

Vor allem in den deutschen Küstenregionen boomt das Geschäft mit Ferienimmobilien.

Selbst günstig in einer schönen Gegend Urlaub machen und die Immobilie den Rest der Zeit gewinnbringend vermieten, dazu noch eine Steuervorteile mitnehmen, das klingt mehr als verlockend. Doch leider ist es nicht ganz so einfach.

Um wirklich finanzielle Vorteile aus der Vermietung einer Ferienimmobilie zu ziehen, müssen meist nicht nur Mieteinnahmen fließen, sondern auch die Kosten sollten steuerlich absetzbar sein. Gerade in den ersten Jahren nach dem Kauf oder Umbau liegen die Kosten für die Ferienimmobilie oft höher als die Einnahmen. Posten wie Kaufnebenkosten, Werbungskosten, Reparaturkosten, Kreditzinsen und jährlich 2 % der Gebäudekosten können bei der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden und sorgen oft für einen steuerlichen Verlust und damit für eine Senkung der persönlichen Steuerlast.

Wird die Ferienimmobilie jedoch regelmäßig und oft selbst genutzt und in der restlichen Zeit womöglich auch noch günstig an Verwandte, Freunde oder Bekannte vermietet, wird das Finanzamt sehr schnell hellhörig.

Wer über längere Zeit Verluste einfährt, weil er die Immobilie oft selbst nutzt oder zu günstig vermietet, dem nimmt das Finanzamt die Überschusserzielungsabsicht nicht mehr ab und die Vermietung der Ferienimmobilie wird als Liebhaberei eingestuft.

Dabei müssen die erzielten Einkünfte natürlich immer noch versteuert werden, die Kosten können jedoch zu einem großen Teil nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden.

Wer aus der Vermietung einer Ferienimmobilie also einen finanziellen Nutzen ziehen möchte, der ist gut beraten, die Selbstnutzung auszuschließen. Wer die Immobilie dennoch selbst nutzen möchte, der muss die Vermietungszeiten und die Nutzungszeiten gegeneinander aufrechnen. Bei 20 % Selbstnutzung müssen Kosten wie die Werbungskosten beispielsweise ebenfalls um 20 % gekürzt werden.

An erster Stelle stehen fast immer Investitionen

Wenn Sie Ferienimmobilien vermieten möchten, müssen Sie zuerst fast immer investieren. In den meisten Fällen muss entweder eine Immobilie gekauft werden oder das vorhandene Eigenheim muss beispielsweise durch einen Dachgeschossausbau erweitert werden. Aber selbst wenn Sie bereits ein Appartement oder eine Wohnung oder auch ein Haus besitzen, das Sie bisher normal vermietet haben, müssen Sie zunächst investieren. Schließlich muss in einer Ferienimmobilie vom Kaffeelöffel über den Dosenöffner bis hin zu Möbeln und Fernseher alles vorhanden sein, was die Urlauber brauchen. Und diese Dinge sollten neu angeschafft werden, denn in einer Ferienwohnung hat das alte ausgediente Sofa keinen Platz. Sie sollten immer auf eine ansprechende, moderne und neuwertige Einrichtung Ihrer Ferienimmobilie setzen, denn nur wer dafür sorgen kann, dass sich die Urlauber wohlfühlen, der wird auch Geld mit der Immobilie verdienen können.

Wer zu sehr rechnen muss, um eine Ferienimmobilie zu erwerben und/oder auszustatten und hofft, durch die Vermietung und Steuervergünstigungen selbst umsonst Urlaub machen zu können, der wird in den meisten Fällen daher enttäuscht werden und eher draufzahlen als verdienen.

Diese Tipps sollten Sie beachten, wenn Sie eine Ferienimmobilie vermieten möchten

  • Wollen Sie mit der Vermietung Ihrer Immobilie Geld verdienen, müssen Sie unternehmerisch denken. Bevor Sie eine Ferienimmobilie kaufen oder Wohnraum in der eigenen Immobilie entsprechend um- oder ausbauen lassen, informieren Sie sich daher über die durchschnittlichen Mieten und die Auslastung an Ihrem gewählten Standort
  • Investieren Sie nur in Ferienimmobilien, die in dauerhaft touristisch attraktiven Regionen gelegen sind
  • Kaufen Sie nie eine Ferienimmobilie im In- oder Ausland, die Sie nicht selbst besichtigt haben